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2010.01.25

Iranischer Oppositioneller erkennt Wahl Ahmadinejads an

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Mehr als sieben Monate nach der Präsidentschaftswahl in Iran hat Oppositionspolitiker Mehdi Karubi die Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinejad anerkannt. Er halte seine Kritik an der Regierung aber weiter für berechtigt, sagte Karubi der Agentur Fars am Montag.

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(sda/dpa/afp) Das geistliche Oberhaupt Ali Khamenei habe Ahmadinejad als Regierungschef, «das heisst als Präsident», anerkannt, begründete Karubis Sohn Hussein den Entscheid weiter. Das geistliche Oberhaupt ist in der iranischen Staatsordnung dem Präsidenten übergeordnet.

Karubi war bei der Präsidentschaftswahl am 12. Juni gegen Amtsinhaber Ahmadinejad angetreten und hatte diesem anschliessend Wahlbetrug und Manipulation vorgeworfen. Berichte über Manipulationen hatten zu den grössten Massenprotesten im Iran seit der islamischen Revolution 1979 geführt.
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Erst Anfang Januar war der Geistliche nach eigenen Angaben in seinem Auto ausserhalb der Hauptstadt Teheran von Unbekannten beschossen worden, als er eine Trauerfeier besuchte. Eine offizielle Bestätigung des Vorfalls gab es nicht.

Der Kleriker Karubi, Vorsitzender der Etemad-Melli-Partei (Partei des Nationalen Vertrauens), gilt als einer der schärfsten Kritiker von Ahmadinejad und trat als Reform-Kandidat bei den Wahlen 2005 und zuletzt 2009 an. Seine regierungskritische Zeitung «Etemad Melli» wurde am 1. Juli von den Behörden geschlossen.

Die anderen Oppositionsführer, Mir-Hussein Mussavi sowie die beiden ehemaligen Präsidenten Akbar Hashemi Rafsanjani und Mohammed Khatami, haben die Wiederwahl Ahmadinejads nicht anerkannt.

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