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Lange Haftstrafe für iranischen Studentenführer
Irans Justiz geht weiter hart gegen Oppositionelle vor. Der bekannte Aktivist Madschid Tawakoli muss für achteinhalb Jahre ins Gefängnis. ZEIT ONLINE Madschid Tawakoli war zur Last gelegt worden, er habe die nationale Sicherheit des Landes gefährdet und hochrangige Vertreter der Islamischen Republik beleidigt. Dies meldete die iranische Nachrichtenagentur Fars. Der Studentenführer war am 7. Dezember bei einer Demonstration gegen die umstrittene Wiederwahl Ahmadineschads am Tag der Studenten festgenommen worden. An dem Jahrestag wird in Iran an drei Studenten erinnert, die 1953 bei anti-amerikanischen Protesten von der Polizei des Schahs getötet wurden. Tausende Regierungskritiker hatten den Tag für Demonstrationen genutzt. Dabei kam es zu Ausschreitungen zwischen Regimegegnern und Sicherheitskräften. Damals riefen Zehntausende Demonstranten "Tod dem Diktator" und "Freiheit, Freiheit". Laut einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur Irna hatte Tawakoli versucht, in Frauenkleidern vom Campus zu flüchten. Für eine Solidaritätsaktion im Internet hatten sich daraufhin mehrere prominente Oppositionsführer mit Kopftüchern fotografieren lassen. Tawakoli war bereits im Jahr 2007 wegen ähnlicher Vorwürfe festgenommen worden und hatte 15 Monate in Haft gesessen. |
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