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USA und Atom-Bericht zu Iran
Verärgert und besorgt haben die USA auf einen Bericht reagiert, nach dem Teheran bereits an einer Atomwaffe arbeiten könnte. Außenamtssprecher Philip Crowley erklärte dazu, der neue Bericht der Atomenergiebehörde IAEA enthalte «viele besorgniserregende Dinge». ZEIT ONLINE Damit hob er vor allem auf vorliegende Informationen ab, nach denen das islamische Land bereits an einem Atomwaffensprengkopf bauen könnte. «Es gibt für diese Einrichtung keine Erklärung, die auf eine zivile Nutzung des Atomprogramms schließen lässt», sagte Crowley in Washington. Die neuen Erkenntnisse seien bezeichnend dafür, wie sich Teheran gegenüber der UN-Behörde in Wien verhalte. Der Iran sei nicht in der Lage, befriedigend zu erklären, welches Ziel er mit seinem Atomprogramm verfolge. US-Vizepräsident Joe Biden drohte unterdessen mit Konsequenzen. «Gemeinsam mit unseren internationalen Partnern arbeiten wir daran sicherzustellen, dass der Iran wirkliche Konsequenzen dafür zu spüren bekommt, dass er sich nicht an die internationalen Abmachungen hält», sagte Biden in Washington. In einem Iran-Report, der der Deutschen Presse-Agentur dpa am Donnerstag vorlag, zeigte sich die IAEA besorgt über Informationen, nach denen das islamische Land bereits an einem Atomwaffensprengkopf bauen könnte. Yukiya Amano, der neue Generaldirektor der Behörde, sprach von «in sich schlüssigen und glaubhaften» Informationen zu möglichen Aktivitäten, die im Zusammenhang mit Nuklearwaffen stehen könnten. Der Bericht listet eine Reihe von Aktivitäten auf, die «anscheinend auch nach 2004 fortgesetzt wurden». Dazu zählen Arbeiten an nuklearen Sprengstoffen, die für militärische Zwecke genutzt werden könnten. Es ist das erste Mal, dass die in Wien ansässige Behörde in einem Bericht so konkret von einer nuklearen Bedrohung durch den Iran spricht. Teheran hat in der Vergangenheit immer wieder beteuert, mit seinem Atomprogramm nur friedliche Zwecke zu verfolgen, wie etwa den Betrieb medizinischer Forschungsanlagen. Nach dem Scheitern eines Atomdeals mit der IAEA und den Weltmächten hatte das Land in der vergangenen Woche mit einer höheren Urananreicherung auf 20 Prozent begonnen. Dies wurde von der Internationalen Gemeinschaft als Provokation gewertet, viele Länder brachten neue Sanktionen in Spiel. |
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