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Moussawi: Regime sei „diktatorische Sekte“
Die iranische Nation sei mit einer „abenteuerlichen und kriegstreibenden Außenpolitik sowie mit einer destruktiven Wirtschaftspolitik“ konfrontiert. Sie wolle daher einen Wandel. FAZ.NET, Von Rainer Hermann, Abu Dhabi 01. März 2010 Der iranische Oppositionsführer Moussawi hat seine Angriffe gegen die Staatsspitze wieder verschärft. In seiner ersten Wortmeldung seit dem Jahrestag der Revolution am 11. Februar bezeichnete er in einem Interview, das seine Webseite verbreitete, das Regime als eine „diktatorische Sekte ohne Respekt für die nationalen Interessen Irans“. Die iranische Nation sei mit einer „abenteuerlichen und kriegstreibenden Außenpolitik sowie mit einer destruktiven Wirtschaftspolitik“ konfrontiert. Sie wolle daher einen Wandel. Moussawi sagte, dass der Jahrestag der Revolution eine Niederlage für die Opposition gewesen sei. Er bezeichnete den Tag aber als Pyrrhussieg für das Regime, da er mit einer massiven Repression erkauft worden sei. Nicht anders als der „despotische Schah“ habe zudem das Regime die Teilnehmer der offiziellen Kundgebung zur Teilnahme gezwungen. Die Iraner verstünden sehr wohl den Unterschied zwischen Religiosität und Machtgierigen in religiösen Gewändern. Sechs Regierungskritiker freigelassen Unterdessen kündigten die Revolutionswächter an, die ihnen unterstellte Freiwilligenmiliz der Bassidsch, die zur Niederschlagung der Proteste eingesetzt wird, in Teheran zu verdoppeln. Am Montag wurden andererseits in Teheran sechs Regierungskritiker freigelassen, unter ihnen drei Journalisten, ein emeritierter Professor und zwei weitere Regimekritiker. Sie waren bei den Protesten nach der Präsidentenwahl im vergangenen Juni festgenommen worden. Nach der Festnahme des Führers der sunnitischen Untergrundbewegung im Osten Irans, Abdulmalik Rigi, haben die „Dschundullah“ einen neuen Rebellenführer ernannt. Nach inoffiziellen Berichten aus Teheran soll demnach Muhammad Zahir Balusch die „Volkswiderstandsbewegung in Iran“ anführen. Im Unklaren bleiben weiter die Umstände der Verhaftung von Rigi. Offenbar war ein Flugzeug, das ihn von Dubai nach Bishkek bringen sollte, in iranischem Luftraum geflogen, so dass es iranische Kampfflugzeuge zur Landung zwangen. Am Freitag zeigte das staatliche Fernsehen Rigi bei seinen angeblichen Geständnissen, dass er Unterstützung, auch militärische, von den Vereinigten Staaten erhalten habe. Dschundullah reagierte mit der Aussage, das iranische Regime sehe sich nun einer stärkeren Bewegung denn je gegenüber. Bildmaterial: AP |
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