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Sanktionen machen Teheran bei Benzin-Lieferungen zu schaffen
Immer mehr Importe von befreundeten Staaten Türkei und China - Keine Kerosin-Betankung von Irans Flugzeugen in Deutschland derStandard.at Dubai - Die im Atomstreit verhängten Sanktionen setzen dem Iran offenbar bei den Benzin-Importen zu. Die Islamische Republik ist bei den Lieferungen immer abhängiger von befreundeten Nationen. Der Iran kaufe im Juli etwa die Hälfte seiner Einfuhren von der Türkei und den Rest von China, sagten Öl-Händler am Donnerstag. Die meisten anderen Zulieferer haben ihren Handel mit dem Land demnach wegen der Sanktionen beendet. Zudem werden iranische Passagierflugzeuge in einigen Ländern nicht mehr betankt. Einer Sprecherin des Hamburger Flughafens zufolge wurden in dieser Woche zwei iranische Maschinen in der Hansestadt nicht mit Kerosin befüllt. Medienberichten zufolge verweigerten in dieser Woche auch Großbritannien und ein Golfstaat die Betankung von Flugzeugen. Der Iran ist zwar einer der weltgrößten Erdöl-Produzenten. Er verfügt jedoch nicht über ausreichende Raffinerie-Kapazitäten, um seinen eigenen Benzin-Bedarf zu decken. Daher ist das Land auf die Importe angewiesen. Die auf das Rückgrat der iranischen Wirtschaft zielenden Sanktionen, wie sie etwa die USA zuletzt aufgelegt haben, verbieten aber unter anderem den Export von Benzin in den Iran. Daher verzichtet seit Juni auch der französische Ölkonzern Total auf Geschäfte mit der Republik. Im Mai stellte er noch die Hälfte aller iranischen Benzin-Importe. Auch Royal Dutch Shell, BP, Reliance Industries und der Schweizer Händler Glencore beliefern den Iran entweder nicht mehr oder haben sich entschieden, keine neuen Verträge abzuschließen. Händlern zufolge muss der Iran wegen des kleineren Lieferantenkreises nun mehr für das Benzin bezahlen als früher. Zudem dürfte es dem Land schwerer fallen, sich die benötigten Mengen zu besorgen. "Ich denke, sie würden gern mehr Lieferungen nehmen", sagte ein Öl-Händler. "Ohne Zweifel müssen sie mehr bezahlen. Es wird schwer für sie mit diesen Sanktionen." Die Strafmaßnahmen sollen den Iran dazu bewegen, sein Atomprogramm zu stoppen. Die Weltgemeinschaft beschuldigt das Land, unter dem Deckmantel der Stromerzeugung an Atomwaffen zu arbeiten, was die Führung in Teheran bestreitet. Am Donnerstag betonte Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad erneut, dass die Sanktionen die Weiterentwicklung des Atomprogramms keineswegs bremsen würden. (Reuters) |
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