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Verschollener Atomforscher in Teheran gelandet
Er sei von der CIA entführt und gefoltert worden, behauptete der Wissenschaftler gleich nach der Landung - was die USA bestreiten. SPIEGEL ONLINE Teheran - Sein siebenjähriger Sohn und andere Familienmitglieder nahmen Schahram Amiri auf dem Flughafen von Teheran in Empfang. Während einer kurzen Pressekonferenz wiederholte der Atomwissenschaftler seine Vorwürfe und berichtete er erneut seine Version, was vor einem Jahr geschah: Während einer Pilgerfahrt nach Saudi-Arabien sei er in der Stadt Medina entführt worden. Verhörspezialisten des US-Geheimdienstes CIA hätten ihn danach geistig und physisch gefoltert, erklärte Amiri. Er sei nur ein "einfacher Forscher", sagte er den anwesenden Journalisten. Mit den Urananreicherungsanlagen Natans und Fordo habe er nichts zu tun. CIA-Agenten hätten versucht, ihn unter Druck zu setzen, damit er Propaganda gegen sein Heimatland betreibe. Sie hätten ihm 50 Millionen Dollar geboten, wenn er in den USA bleibe. "Amerika wollte, dass ich sage, dass ich aus eigenem Wunsch auf ihre Seite gewechselt bin", sagte der Wissenschaftler. Die USA hätten ihn benutzen wollen, um falsche Informationen über das iranische Atomprogramm zu veröffentlichen. "Washington Post": Amiri bekam 5 Millionen Dollar Die Regierung in Washington bestreitet die Vorwürfe. Nach ihren Angaben war Amiri freiwillig in den USA und ein Überläufer, der später seine Meinung änderte und wieder in die Heimat wollte. Die "Washington Post" berichtet unter Berufung auf Quellen aus US-Behörden, der Iraner habe fünf Millionen Dollar für seine Informationen an die CIA erhalten. Wegen der Sanktionen gegen Teheran sei das Geld eingefroren. "Er ist weg, aber sein Geld nicht. Wir haben seine Informationen, und die Iraner haben ihn", wird die Quelle zitiert. Der Forscher könnte seine Zusammenarbeit eingestellt haben, weil Iran möglicherweise gedroht habe, seiner Familie zu schaden. Die USA verdächtigen Iran, ein Programm zur Herstellung von Atomwaffen zu betreiben, und bereiten ein schärferes Vorgehen gegen das Land vor. Über den richtigen Umgang mit Iran wird immer noch gerungen. als/Reuters/AFP/APN |
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